Einreisebestimmungen USA

Reisepass:
Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise einen für die Dauer des Aufenthaltes gültigen, maschinenlesbaren, bordeauxroten Reisepass. Kinderpässe, die vor dem 26.10.2006 ausgestellt wurden, ein Foto aufweisen und nach dem 26.10.2006 nicht verlängert wurden sind ebenfalls gültig.

Visum und Visa Waiver:
Deutsche Staatsbürger nehmen an dem sog. "Visa Waiver" Programm teil und benötigen kein Visum, wenn sie als Touristen, Geschäftsreisende oder zum Transit max. 90 Tage in den USA verweilen und mit einer regulären Flug- oder Schifffahrtsgesellschaft einreisen.

Ein Visum wird nur benötigt, wenn Sie vorhaben, in den USA einer bezahlten oder unbezahlten Arbeit nachzugehen, den Aufenthalt in einer Ausbildungsstätte (z.B. Universität oder Sprachschule) planen, an einem Austauschprogramm teilnehmen wollen, an einem Forschungsprojekt arbeiten, in den USA heiraten und danach dort wohnen wollen oder nicht mit einem regelmäßigem Verkehrsmittel (z.B. Segelschiff) einreisen.

Außerdem wird ein Visum in Verbindung mit einem vorläufigen Reisepass benötigt.

Der Visa Waiver ist ein grünes Formular, I-94W, das im Flugzeug ausgeteilt wird und auf Englisch ausgefüllt werden muss. Die Angaben auf dem Visa Waiver umfassen Name, Geburtsdatum, Passnummer, Staatsbürgerschaft, Adresse in den USA, Flug- oder Schiffsnummer, etc.

Ab dem 01. August 2008 kann, zunächst freiwillig, online über https://esta.cbp.dhs.gov eine Einreiseerlaubnis beantragt werden. Dies sollte bis spätestens 72 Stunden vor der Abreise erfolgen!
Voraussichtlich erst ab 12. Januar 2009 soll die Einholung der elektronischen Einreiseerlaubnis dann zwingend erforderlich sein. Sobald eine solche Einreiseerlaubnis eingeholt ist, soll sie für einen Zeitraum von zwei Jahren gelten und auch zu mehreren Einreisen berechtigen, es sei denn, die Gültigkeit des Reisepasses endet vor Ablauf der zwei Jahre.

Weitere Resisedokumente:
Die Einreise in die USA wird nur gestattet, wenn ein gültiges Rück- oder Weiterflug-Ticket (das nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden darf!) mit einer maximalen Gültigkeit von 90 Tagen vorhanden ist.

Als Nachweis über so ein Ticket genügt ein Ausdruck oder eine Kopie der Flugbuchung. Ein Ausdruck ist auch noch am Schalter der jeweiligen Fluggesellschaft zu bekommen. Nach der Sicherheitskontrolle ist es praktisch, den Ausdruck griffbereit zu haben, falls er nochmals vorgelegt werden muss. Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, die Adressen der Passagiere in den USA an die amerikanischen Behörden weiterzuleiten. Es ist daher wichtig, die genaue Adresse des Hotels oder der Unterkunft in den USA zu notiren und diese auch griffbereit in den Dokumenten zu haben.

Handgepäck:
Seit 2006 ist die Mitnahmen von Flüssigkeiten im Handgepäck beschränkt. Gestattet sind Flüssigkeiten, Pasten, Crèmes, Lippenstifte, etc. nur, wenn sie in Behältern bis max. 100ml verpackt sind. Insgesamt dürfen nur 10 solcher Verpackungen mit ins Handgepäck genommen werden. Zu verstauen sind die Flüssigkeiten in einer durchsichtigen, verschließbaren Tüte (z.B. ZipLock)

Gepäck aufgeben:
Alle Gepäckstücke, die aufgegeben werden, werden von den amerikanischen Behörden (TSA) einer Kontrolle auf Explosionsstoffe unterzogen. Stichprobenweise werden manuelle Nachkontrollen durchgeführt. Die TSA ist berechtigt, jedes Gepäckstück auch gewaltsam zu öffnen. Es wird daher empfohlen, kein Gepäckstück abzuschließen, es sei denn es handelt sich um spezielle Schlösser, die vom Zoll und der TSA geöffnet werden können.

Geld tauschen:
Währung in den USA ist der US-Dollar. Euro werden nicht angenommen. Umtauschen kann man Euro-Banknoten in Wechselstuben und den meisten großen Hotels der gängigen Hotelketten.
Allerdings sind Wechselstuben außerhalb der Flughäfen nicht sehr stark vertreten. Es wird daher empfohlen schon in Deutschland Dollarnoten zu erwerben. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kurs für den Erwerb von Dollarnoten in Deutschland für Reisende oft günstiger ist. Schwierigkeiten gibt es allerdings bei Banken in den USA, die oft nur dann Geld tauschen, wenn man ein Konto bei ihnen besitzt.

Kreditkarten:
Das unkomplizierteste Zahlungsmittel in den USA ist und bleibt die Kreditkarte. Visa, Mastercard und American Express werden fast überall und auch schon bei kleinsten Beträgen akzeptiert.

EC-Karten und Geldautomaten:
Bargeld kann überall an Geldautomaten ("cash mashine", "ATM") gezogen werden. Diese gibt es in fast allen Bankfilialen, aber auch in Supermärkten, Restaurants, etc. Das Abheben von Bargeld funktioniert sowohl mit EC-Karte + PIN, als auch mit Kreditkarte + PIN. EC-Karten werden allerdings nicht als Zahlungsmittel akzeptiert!
Die "Bank of America" ist Mitglied der Cash-Group, der auch in Deutschland einige Bankhäuser angehören (u.a. Deutsche Bank, Postbank, Dresdner Bank, Commerzbank). Inhaber von EC-Karten eines Cash-Group Mitglieds können auch hier gebührenfrei abheben!

Travellers Checks:
Travellers Checks werden weitestgehend akzeptiert und sind eine sichere Alternative zu Bargeld.

Immigration:
Direkt nach dem Verlassen des Flugzeuges ist die erste Amtshandlung das Durchlaufen der Einreiseformalitäten ("Immigration"). Das kann je nach Wartezeit 20 Minuten bis mehr als 1 Stunde in Anspruch nehmen.
Hier wird der Visa Waiver, Zollerklärung und der Reisepass kontrolliert. Außerdem werden digitale Abdrücke beider Zeigefinger genommen und die Netzhaut fotogrfiert. Der Beamte, bzw. die Beamtin fragt nach Dauer und Grund des Aufenthaltes. Das Gespräch findet auf Englisch statt. Die Beamten haben allerdings Erfahrung damit, dass Reisende schlecht oder gar kein Englisch sprechen. Der Umgangston ist fast immer freundlich und sehr höflich.

Der Visa Waiver wird hier einbehalten, nur ein kleiner Abschnitt wird in den Reisepass geheftet. Diesen bitte gut bis zur Abreise aufbewahren! Beim Einchecken zum Rückflug wird der Abschnitt entfernt und erst dann ist man offiziell ausgereist!

Zollerklärung:
Nach der Gepäckausgabe erwartet den Reisenden nur noch der Zoll. Hier muss die vorher ausgefüllte Zollerklärung abgegeben werden, wobei Reisende, die in einem gemeinsamen Hausstand leben nur eine ausfüllen müssen.
Die Einfuhr von frischen oder konservierten Lebensmitteln ist verboten. Darunter fallen alle Fleisch- und Wurstwaren, Obst und Gemüse und mit Alkohol gefüllte Pralinen (Ausnahme, wenn sie im Duty Free Shop gekauft wurden). Ebenfalls nicht gestattet ist die Einfuhr von Reiseproviant in Form von Wurstbroten, etc.
Ausnahme hier sind kurioserweise Käsebrote bzw. -brötchen.

Erklärt werden müssen Geschenke über 100$, Alkohol wenn die Menge 1l übersteigt (Achtung: nur erlaubt, wenn die Person älter als 21 ist!) und Geldbeträge/Anlagepapiere, die einen Wert von 10.000$ übersteigen und in den USA verbleiben sollen.

Es gibt Besonderheiten bei der Einfuhr von gefährlichen Medikamenten. Darunter können auch schon bestimmte Hustensäfte fallen, die z.B. Kodein enthalten. Hier ist ein Rezept in Englischer Sprache, das den Patienten namentlich ausweist und der Beipackzettel notwendig!

Bei der Reise zurück nach Deutschland dürfen neuerdings Waren im Wert von 430 Euro zollfrei nach Deutschland eingeführt werden.